Planeten

Auch bei den Sternfreunden Durmersheim werden die Planeten intensiv beobachtet.

Früher wurde hauptsächlich visuell beobachtet, während in der heutigen Zeit der Schwerpunkt hauptsächlich auf der Beobachtung mit elektronischer Bildaufzeichnung liegt. Der Vorteil liegt hierbei in der Möglichkeit der nachträglichen Bildbearbeitung (Giotto) und der Erkennung von immer feineren Details. Das kommt daher, dass man das Seeing, also die Luftunruhe, quasi einfrieren kann. Nichts desto trotz werden auch heute noch beeindruckende Zeichungen durch visuelle Beobachtungen angefertigt.

In unserem Verein sind beide Arten der Planetenbeobachtung vertreten, die wir nun im Folgenden kurz betrachten werden.

Wie beobachtet man Planeten??

Die Planeten kann man sowohl mit dem bloßen Auge als auch mit dem Fernglas oder dem Fernrohr beobachten. Mit dem unbewaffneten Auge sind allerdings nicht alle großen Planeten, sondern nur fünf und mit dem Fernglas sieben beobachtbar. Mit Teleskopen ab 15cm Öffnung kommt dann auch Pluto in Reichweite des Amateurs.

Die fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten sind Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Mit dem Fernglas kommen dann noch Uranus und Neptun hinzu.

Was für ein Teleskop benötigt man zur Planetenbeobachtung??

Im Prinzip reicht ein Spiegelteleskop von 10cm oder ein Linsenteleskop von 7cm Öffnung aus, um die markantesten Details zu beobachten. Dazu gehören die Phasen von Merkur und Venus, die Polkappe von Mars, die Wolken und Monde von Jupiter und nicht zu vergessen: Der Saturnring und der Mond Titan!! Aber auch die Scheibchenform der beiden mit am weitesten entfernten Planeten Uranus und Neptun ist zu erkennen.

Für den fortgeschrittenen Amateur sind mit dieser Öffnung auch schon diverse Kleinplaneten am Himmel zu verfolgen, allerdings nur als sternförmige Objekte.

Während man bei niedriger Vergrößerung noch kaum Details auf den Oberflächen der Planeten ausmachen kann, erkennt man bei zunehmender Vergrößerung immer mehr Details. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass man nicht höher als das Doppelte des Teleskopdurchmessers vergrößert (bei 70mm Öffnung also nicht höher als 140x), da dass Bild ansonsten unscharf und verwaschen wirkt. Auch die Luftunruhe setzt hier Grenzen.

Planetenbeobachtung mit der Videotechnik:

Dem fortgeschritten Amateur eröffnen sich mit dieser Technik ganz neue Möglichkeiten, die vor einigen Jahren noch undenkbar waren. Zum Beispiel sind detailreiche Aufnahmen von Jupiter möglich, die nur professionellen Großobservatorien vorbehalten waren.

Ergebnisse einzelner Vereinsmitglieder finden sie momentan noch unter der Rubrik: Galerie.

Viel Spass beim Betrachten!!

Thomas Hars

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