Kometen

Kometen sind die Schmuckstücke des Sternenhimmels. Kometenbeobachtung hat bei den Sternfreunden eine grosse Tradition.

Die Sternfreunde verdanken ihre Entstehung einem Kometen. Ein ganz berühmter sogar, nähmlich der Halleysche Komet. Als Jürgen Linder nach Durmersheim zog versuchte er im Raum Durmersheim gleichgesinnte zu finden. Dies stellte sich zunächst als schwierig heraus. Jedoch führte die Wiederkehr des Kometen Halley zur erhöten Aufmerksamkeit der Vorträge von Jürgen.

Komet Neat Q4So bildete sich eine interessierte Gruppe.
Jürgen war damals Leiter der Fachgruppe Kometen Deutschland. Wir widmen uns hier an dieser Stelle deshalb den Kometen.

Wenn Sie in unserer Nähe sind, kommen Sie doch einfach einmal vorbei (siehe Termine ) und beobachten Sie mit uns schwache und helle Kometen. Sollten Sie keine Möglichkeit dazu haben, dann empfehlen wir Ihnen unter "Links" nachzusehen.



Wie beobachtet man Kometen?

Da die meisten Kometen lichtschwache Gesellen sind, sollte man ein lichtstarkes Instrument verwenden. Es gibt heutzutage preisgünstig Teleskope mit 15-20 cm Öffnung, die die Beobachtung einiger Kometen zulassen.

Sollten diese Teleskope noch preislich (300-400 Euro) zu hoch sein, so sollte man zunächst an den Kauf eines Feldstecher mit wenigstens 50mm Öffnung denken, besser noch 60-70mm.

Zur Kaufentscheidung sollte man sich wenigstens mit den Bezeichnungen auf den Feldstechern auskennen. So bedeutet 7x50, dass der Feldstecher 7-fache Vergrößerung und eine Öffnung von 50 mm hat. Ein 20x60 hat demnach 20-fache Vergrößerung und eine Öffnung von 60mm.

Ein 20x60 Feldstecher liefert ein kontrastreicheres Bild auch unter Vorstadtbedingungen, wie z.B. ein 7x50 Feldstecher. Bei den 50mm Feldstechern empfehle ich die 10x50 oder 12x50 Feldstecher, um auch unter Vorstadtbedingungen einen besseren Kontrast zu erhalten.

Die höheren Vergrößerungen erfordern jedoch in jedem Fall ein Stativ. Mit einem 50er lassen sich unter günstigen Bedingungen Kometen bis ca. 9.5 erreichen. Der Anfänger wird sich jedoch mit 1-1.5 Grössenklassen weniger begnügen müssen. Mit einem 20cm Teleskop kann man unter günstigen Bedingungen Kometen der 13. Grösse erreichen.

Wie kann ich einen Kometen entdecken?

Komet WestDie Suche nach einem schwachen, bekannten Kometen kann sich unter Umständen schon als recht schwierig, die Suche nach einem Neuen als gar (fast) unmöglich erweisen. Wer es dennoch versuchen möchte, sollte in der mondfreien Zeit viele hunderte Stunden den Morgen (Ost) und Abendhimmel (West) absuchen (der Verfasser hat selbst viele Stunden damit verbracht).

Leider kommt heutzutage erschwerend hinzu, dass automatische Suchprogramme den grössten Teil des Himmels automatisch absuchen.

Somit bleibt oft nur noch der Abendhimmel (fortgeschrittene Dämmerung) oder der Morgenhimmel bevor es zu hell für für die Suche wird. Bevor man sich an die Kometensuche macht sollte man sich bereits am Himmel auskennen und einige bekannte Kometen beobachtet haben. Näheres findet ihr unter der Seite der Fachgruppe Kometen.

Jürgen Linder

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